Sorge

Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.

 

Martin Luther

 

Alle eure Sorge werft auf Gott, denn er sorgt für euch.

 

1. Petrus 5,7

Quelle: wikipedia.org


Zum Bild

Nachdem das Zitat mit den Kindern erarbeitet wurde, gestalteten die Kinder zwei Aquarelle zum Thema „Kummer und Sorge“ und „Innere Stärke“. Aus dem dunklen Aquarell wurden Vögel ausgeschnitten und jedem „Kummervogel“ ein Gefühl gegeben. Aus dem hellen Aquarell entstand ein Mensch mit Worten, die ihm Stärke geben.


Zum Autor


Martin Luther, geboren am 10. November 1483, gestorben am 18. Februar 1546, wurde durch die Veröffentlichung seiner 95 Thesen gegen den Ablasshandel im Jahr 1517 praktisch über Nacht weltberühmt. Er, der im Grund seines Herzens Theologe war, der Gott besser erkennen und sein Wesen auch anderen nahe bringen wollte, stand nun im Mittelpunkt eines ganz Deutschland, ja ganz Europa umfassenden Streites, der die Kirche spaltete. Viele seiner Einsichten waren bahnbrechend: Die Gerechtigkeit aus dem Glauben heraus. Die Betonung der Heiligen Schrift als Quelle und Richtschnur allen Redens von Gott – nicht zuletzt deshalb übersetzte er die Bibel ins Deutsche und wurde quasi nebenbei der Vater einer einheitlichen hochdeutschen Schriftsprache. Martin Luther aber blieb – wahrscheinlich auch durch seine Frau Katharina – immer sehr bodenständig. So ist es nicht nur seine Theologie, die die Jahrhunderte danach geprägt hat, sondern auch seine – manchmal etwas derbe – Sprache. Der Spruch auf der Stele, der Luther zugeschrieben wird, greift einerseits verschiedene biblische Aussagen zum Thema „Sorge“ auf, neben dem Zitat aus dem 1. Petrusbrief hat auch Jesus im Matthäusevangelium Kapitel 6 einiges dazu gesagt. Andererseits spitzt Luther das sehr bildhaft als eine Alltagsweisheit zu. Diese volksverbundene Art Luthers drückt sich auch in einer Reihe von Liedern oder in seinem Katechismus aus, wo der "große Glaube“ heruntergebrochen wird in die Situationen der Menschen. Luther selbst sah sich nie als Held oder als Heiliger. Er kannte sich als Mensch mit Ecken und Kanten, mit Fehlern und Anfechtungen. Seine letzten geschriebenen Worte belegen dies eindrücklich: „Wir sind Bettler, das ist wahr.“

 

Die Künstler


Kindertagesstätte Tagweide

 

Dieses Bild gestalteten sechs Kinder der Kita Kunterbunt im Alter von drei bis fünf Jahren. Begleitet wurde diese Arbeit von den pädagogischen Fachkräften Ramona Horn und Luisa Burkart.

 

 

 

 


Zum Weiterdenken

Wie gehe ich mit meinen Sorgen um? Was kann ich tun, damit die Vögel der Sorge und des Kummers keine Nester in meinem Haar bauen? Welche Rolle spielt dabei mein Glaube?

Position


Die Stele Sorge steht am Ententeich (bei den Kleintierzüchtern)